 Ostern
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Ostern
Wenn man sieht, wieviele Sträusse Jahr für Jahr auf Ostern hin gekauft werden, könnte man fast meinen, der Osterhase habe seinen Beruf gewechselt und sei Florist geworden..!
Nein, im Ernst. Es scheint, als ob heute ein prachtvoller Frühlingsstrauss einfach zum Osterfest gehören würde.
Uns freut das natürlich. Und da wir annehmen müssen, dass das Interesse an diesem Anlass gross ist, geben wir Ihnen nachstehend einige Informationen.
Am Anfang stand das Passah-Fest
Wussten Sie, dass unser Osterfest aus dem jüdischen Passah-Fest hervorgegangen ist? Passah war ursprünglich ein Erntefest, wurde dann aber später zum Fest der Erinnerung an den Auszug Israels aus Ägypten. Da das christliche letzte Abendmahl auf das Passahmahl zurückgeht, hängt das christliche Osterfest historisch also mit Passah zusammen.
Auch das Wort "Ostern" ist nicht christlichen Ursprungs. Ostara hiess nämlich angeblich eine germanische Frühlingsgöttin, von der man die Bezeichnung "Ostern" ableitete. - Bis 325 n.Chr. war der Ostertermin nicht einheitlich; und erst das Konzil von Nizäa bestimmte "den ersten Sonntag nach dem ersten Vollmond nach Frühlingsbeginn" zum Auferstehungsfest.
Diese lange Tradition bringt es mit sich, dass uralte Ostersymbole bis auf den heutigen Tag erhalten blieben. Selbst in der Floristik sind diese anzutreffen, denn nach Aussage von Fleurop-Interflora wird an Ostern zunehmend kunstvoll Gebundenes und Gestecktes mit Symbolwert verlangt.
Im Zeichen des Osterfestes:
Symbole... wir werden täglich damit konfrontiert, so z.B. im Strassenverkehr. Aber Ostersymbole? Kaum jemand weiss wahrscheinlich, warum es zum "Osterhasen" kam, weshalb das Ei im Mittelpunkt des Osterfestes steht, oder warum man manchmal noch Osterkerzen anzündet. Nachfolgende Informationen sollen helfen, etwas Licht ins Dunkel zu bringen.
Hase:
Er ist Sinnbild der Fruchtbarkeit und wurde früher - vor allem auf österlichen Bildbroten - zuweilen neben einem Ei abgebildet, weil auch dieses Zeichen der Fruchtbarkeit und Lebensfülle war. Unser Eier verteilender Osterhase ist also nur aus falsch interpretierter Symbolik heraus entstanden.
Ei:
Es ist Zeichen der Fruchtbarkeit und das Siegeszeichen des Lebens über den Tod. Wussten Sie, dass der Brauch, Eier zu bemalen, aus der Ukraine stammt? Damit gedachte man in vorchristlicher Zeit während der Frühlingsfeierlichkeiten der wärmenden Sonne. Später wurde das Ei als schmückendes Element dann von den Christen übernommen. Übrigens: Die beim Bemalen benützten Farben sind durchaus nicht zufällig. Denn Gelb z.B. bedeutet den Wunsch nach Erleuchtung und Weisheit, Rot symbolisiert den Opfertod Christi, Weiss ist die Farbe der Reinheit und Grün jene der Jugend und Unschuld. Orange schliesslich steht für Kraft, Ausdauer und Ehrgeiz sowie für dauerhafte Wärme.
Osterkerze:
Ihr liegt das Frühlings- oder Osterfeuer zugrunde, das die Fluren bewahren und Fruchtbarkeit bringen sollte. Heute steht sie aber auch für "Christus - Licht der Welt".
Henne, Hahn, Lamm, Fisch:
Während der Hahn ein Auferstehungssymbol ist, stehen Henne, Hase und Ei für Fruchtbarkeit. Das Lamm hingegen symbolisiert die Unschuld Christi. Ebenfalls Fruchtbarkeitssymbole sind die Fische, die während der Christenverfolgung durch die Römer auch Erkennungszeichen der jungen Christen waren.
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