Anekdoten
Was hat der römische Kaiser Nero mit der Rose zu tun?
Die ersten Menschen, die den Rosenanbau förderten, waren zwar
die Alten Griechen. Aber erst die Ägypter und römischen Kaiser
waren es, die den Rosenkult ad absurdum führten. In Ägypten z.B.
war es Usus, Rosen bei Festen einzusetzen. Nebst der Tatsache,
dass man sie als Dekoration verwendete, gab es hier auch den Brauch,
Rosen um die Trinkbecher zu winden, die Blütenblätter während
der Mahlzeit in den Kelch zu zupfen und mitzutrinken.
In Rom war es vor allem Nero, der sich für die Rose erwärmte.
Seine Begeisterung ging so weit, dass man selbst dann Rosenblätter
streuen musste, wenn er am Strand von Neapel spazieren ging. Zudem
brauchte er für seine zahlreichen Hochzeiten Unmengen von Rosenkränzen.
Nicht zuletzt liess er es im Goldenen Haus auf dem Esquilin aber
auch Rosenblüten regnen. Denn im runden Speisesaal, der sich um
die eigene Achse drehte, um die Bewegung der Erde nachzuvollziehen,
konnte man die Vertäfelung der Decke öffnen, um je nach Wunsch
Parfums oder Blumen herabrieseln zu lassen. Diese Spielerei verschlang
astronomische Summen, und man erzählt sich denn auch, dass Nero
für ein einziges Fest über 30'000 Sesterze bezahlt haben soll.
Dies führte dazu, dass die Bauern Rosen statt Getreide anpflanzten
und die Getreidepreise schwindelerregende Höhen erreichten.
(Quelle des Textes, www.fleurop.ch)