 Allerheiligen
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Allerheiligen
Vom Totenkult zum Totengedenktag
Der Gedenktag für die Verstorbenen war ursprünglich der von Abt Odilo von Cluny im Jahr 998 eingeführte Allerseelentag: der 2. November. Da heute aber - zumindest in katholischen Kantonen - nur noch Allerheiligen als offizieller Feiertag gilt, hat man den Brauch, die Gräber mit Blumen und Lichtern zu schmücken, um einen Tag vorverlegt.
Und Allerheiligen? Im siebten Jahrhundert wurde Allerheiligen in Rom als Kirchweihfest noch im Mai gefeiert. Und erst viel später wurde es auf den Herbst verlegt, weil sich nach der Ernte besser feiern lässt als im kargen Frühling. Richtig populär wurde Allerheiligen aber erst durch seine Verbindung mit Allerseelen im l6. Jahrhundert. Es wurde sozusagen zum "Ostern des Herbstes".
Übrigens: Nicht alle Völker stehen dem Tod ablehnend gegenüber. Denn in Asien beispielsweise bereitet man sich furchtlos und ganz bewusst auf das Ableben vor. Den Verstorbenen hingegen gedenkt man hüben und drüben, auch wenn sich die "Ausdrucksweise" von Land zu Land unterscheidet:
Naturvölker beispielsweise betreiben Ahnenkult. Sie glauben, dass die Toten weiterhin Einfluss auf das Leben der Familie haben und sich Unheil stiftend oder Heil bringend äussern können. Um sie günstig zu stimmen, erhalten Sie Grabbeigaben sowie regelmässige Opfer. Der Ahnenkult ist aber auch unter Kulturvölkern bekannt. So beispielsweise in China und Japan, wo Ahnentafeln in einem Schrein oder auch im Ahnentempel aufgestellt werden.
Auch in unseren Breitengraden entwickelten sich im Zusammenhang mit den Toten je nach Region die unterschiedlichsten Bräuche. So beispielsweise jener, Teppiche aus Blumen und Früchten auf den Gräbern auszubreiten. Die nicht-christliche Usanz, den Verstorbenen Speisen mit ins Grab zu geben, wandelte man ab und stellte an einzelnen Orten zu Allerheiligen Getreide auf die Gräber.
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